Verfasst von: jannisandresen | Februar 17, 2008

Level 2 – irgendwie anders…

Mitte Februar haben wir jetzt. Im Anbetracht der Tatsache, dass ich mich monatlich melden wollte bin ich also ziemlich spät dran. Mittlerweile bin ich nämlich schon 5 Monate und 18 Tage auf dieser komischen Insel. Da wir in der Zeit der Sommerferien hier auf Gran Canaria nicht arbeiten müssen, ist das Bergfest schon gefeiert, die Halbzeit also schon rum. Die Zeit rast unglaublich schnell. Das ist aber auch kein Wunder, denn es passiert ja auch so viel.

Fassen wir kurz zusammen: Nach einem 10-tägigen Überraschungsbesuch über Weihnachten im heimatlichen Schleswig mit ausflippenden Eltern, guten Cliquen-Reunionpartys, Ela, NK4, Punsch und Knallerei, bin ich mit Steffi zusammen in den Flieger gestiegen: „Proxima Estación: Las Palmas de Gran Canaria“. Während ihres Besuches stürzten sich meine Coma-Crew und ich mit gemischten Gefühlen wieder auf die Arbeit. Die Verhältnisse haben es dann tatsächlich geschafft, den Alltag innerhalb von 2 Tagen wieder her zu stellen… Schade! Immerhin hatten wir nachdem wir vor Weihnachten 4 Monate durchgearbeitet haben, dieses Mal die Aussicht baldige Erlösung – die Karnevalsferien Anfang Februar.

Letztere haben dann aber auch voll reingehaun. Einerseits waren es die ersten Ferien, während derer wir FAST alle auch mal zusammen hier sein konnten, ohne die lästigen Bürden des Alltags, andererseits war einfach mal Carnaval… und das bedeutet hier auf den Kanaren, selbst für Karnevalsmuffel ein großes Packet aus Spiel Spass und Spannung. Während die Pre-Partys im Januar eher an eine schlechte Kirmes erinnerten, ging es dann in den Ferien von einer guten Party in die nächste. Zumindest theoretisch… ich war nämlich dann auch nur 3-4 Mal richtig auf dem Karneval. Neben der Wahl einer Drag-Queen, diversen Umzügen, dem Begraben einer Riesensardine, brasilianischen Tanznächten und Live-Konzerten war mein persönlicher Carnavals-Höhepunkt, das Mehlfest in der Altstadt: Auf eine alte Tradition zurückgehend, betrinken sich dort alljährlich tausende, weiß gekleidete Menschen mit komischen Hüten, während sie sich mit Mehl und Babypuder bekriegen. Die ganze Altstadt lag unter einer gigantischen weißen Wolke… watn Spass! All diese Karnevalserlebnisse durfte ich zusammen mit Nora haben, die mich über die Ferien besuchte. Eine coole Zeit!

Rums! Schon sind wir wieder im Alltag gelandet. Nach einer Woche kommt es einem schon wieder so vor, als arbeite man wochenlang. Während allgemeinen Unmuts darüber, wie viel Zeit die Arbeit (auch mit dem hin und rück-Transport) alltäglich in Anspruch nimmt, versuchen wir aber trotzdem keine lange Weile aufkommen zu lassen. Das ist uns insofern gelungen, als dass ich einfach nochmal umgezogen bin. Niki und Anna wollte aus der Altstadt raus, ich brauchte ein größeres Zimmer und so haben wir uns prompt zusammen getan und werden jetzt nicht weit von meiner alten Wohnung das Erbe dreier Chilenischer Studentinnen antreten. Coole Lage, coole Wohnung, coole Leute – Cool! Dieses Wochenende stand also ganz im Zeichen des Umzugs. Und allgemein deutet sich an, dass die zweite Hälfte sich irgendwie anders anfühlt… aber das gefällt mir. Außerdem habe ich es endlich geschafft, mit dem Surfen anzufangen.

Der Ausblick auf die nächste Zeit, unsere zweite Hälfte sieht folgendermaßen aus: 4 Wochen arbeiten, Osterferien mit coolem Besuch und dann geht’s schon in den 3 Monatigen Endspurt. Wahnsinn…


Antworten

  1. ¿Warum habt ihr bitte Karnevalsferien?
    ¿Und warum müsst ihr in den Sommerferien nicht arbeiten?

    Die Welt ist so ungerecht…

    Saludos
    Los Malagueños


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